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Zungendiagnostik

In der Chinesischen Heilkunde ist die Zungendiagnose das objektivste und zuverlässigste Instrument. Bei Zweifel und Undeutlichkeit über tief liegende Störungen verschafft die Zunge oft deutliche Anweisungen

  • Farbe
  • Form
  • Feuchtigkeitsgrad des Zungenkörpers
  • Zungenbelag
  • Beweglichkeit

Beispiel:

Diese Zunge ist durch die Vielzahl der Risse auffällig. Dies weist auf eine deutliche Schwäche des gesamten Yin und auch des Yin der Niere hin. Gleichzeitig sind auch Feuchtigkeit und Yang Mangelzeichen zu vorhanden, besonders im Bereich des Herzens und der Milz. Der Patient muss sicherlich über längere Zeit behandelt werden und besonders im Bereich des Nieren Yin gestärkt werden. Bei einer derart rissigen Zunge kann davon ausgegangen werden, dass Beschwerden schon längere Zeit vorhanden sind. Bei diesem Patienten bestanden Beschwerden bereits seit über 20 Jahren.

Hitze

Die Hitze ist ein Yang Faktor und wird die Yin Funktionen
kühlen, befeuchten, ernähren und beruhigen,
sowie die Säfte im Körper schädigen.
Hitze neigt zum Aufsteigen und wird eher die obere Körperhälfte betreffen.
So schädigt Hitze das Yin und führt zu
Trockenheit, Blutmangel bzw. Säftemangel.
Ebenso kann Hitze Feuchtigkeit eindicken und zu Schleim transformieren.

Blut (Xue)

Das Blut in der chinesischen Medizin ist nicht identisch mit dem Blut der westlichen Medizin, wobei Überschneidungen vorhanden sind. Das westliche Blut transportiert Nährstoffe zur Versorgung der Gewebe. Dies entspricht der ernährenden und befeuchtenden Funktion des Blutes der TCM. Das westliche Blut transportiert an Hämoglobin gebundenen Sauerstoff zur Energieversorgung der Gewebe, z. B. des Nervensystems und der Muskulatur. Dies kann mit der chinesischen Vorstellung verglichen werden, dass Blut und Qi untrennbar miteinander verbunden sind. Blut ist Yin und kann als eine sehr dichte, materielle Form von Qi verstanden werden. Neben der westlichen histologischen Betrachtung des Blutes ist ein wesentlicher Unterschied zum westlichen Blut die Aufhabe des Blutes, den Geist zu beherbergen.